• Julietta

We are * nice humans *



Tätowierungen waren lange Zeit reine Männersache, sie zierten die Körper von Seefahrern oder Kriminellen. Tätowierte Frauen hingegen fand man im 19. Jahrhundert als Attraktion im Zirkus. Das Tätowierungen sich für Frauen nicht ziemten, heißt jedoch nicht, dass Frauen keine Tattoos trugen. Heute sind Tattoos gesellschaftsfähig geworden und mittlerweile schmücken mehr Frauen als Männer ihre Körper damit. Auch arbeiten immer mehr Frauen als Tätowiererinnen.


Ich möchte Euch mehr über meine und Nicolas kunstvolle Entwürfe,Vorstellungen und Handhabungen der Tätowierkunst erzählen.



Unser Ziel ist es nicht, ein Bild auf den Kunden

„draufzustempeln“ oder nur eigens entworfene Motive auszuarbeiten. Wir lassen eine Tätowierung gewissermaßen natürlich wachsen. Für mich ist es sehr wichtig, mir für jeden Kunden vorab viel Zeit zu nehmen, so dass die Motivfindung aus einer Kooperation zwischen ihm und mir entstehen kann. Wir besitzen in unserem Atelier eine Bibliothek voller Kunstbände, Illustrations- und Naturbücher, Graphic Novels, Art-Books bis hin zu Büchern über die Anatomie von Mensch und Tier.

Ich nehme den Kunden mit zu meinem Zeichentisch, um mit ihm gemeinsam die Bücher nach Anreizen zu durchsuchen und gleichermaßen im Gespräch heraus zu finden, worum es ihm geht und was ihm wichtig ist. Häufig gebe ich Ihnen Namen von Künstlern/Illustratoren - praktisch als Hausaufgabe - mit, da die meisten einfach eine ganz begrenzte Vorstellung von Kunst haben. Im Endeffekt muss diese Zeit des Vorgesprächs reichen, um Vertrauen zu mir zu fassen. Steht nämlich erstmal die gemeinsame Idee, ist alles folgende ein intuitiver Prozess. Das Motiv entsteht und wächst während des Entwurfs. Das Motiv ist ein Mix aus Fotografien, Illustrationen und „Freehand“.


Das direkte malen auf der Haut, entspringt aus dem natürlichen Fluss.

Was ich aus meiner Tätowiererfahrung sagen kann ist, dass die Kunden sehr unterschiedlich sind.Viele. meiner Kunden sind selbstständig und sehr erfolgreich in ihrem Tun. Vielleicht legen sie dadurch auch besonders Wert darauf, sich etwas stechen zu lassen, woran sie eselbst beteiligt waren und was über die simple Motivik eines Ankers oder einer Schwalbe hinaus geht. Die Inspiration ist nichts, was nur aus mir herauskommt. Die Ideenfindung bleibt immer ein Austausch zweier Menschen. Daher brauche ich mehr als die bloße Anwesenheit des Anderen. Es kamen auch Kunden zu mir, die sich mit über 50 Jahren auf einmal den ganzen Arm tätowieren lassen möchten. Warum nicht? Die Vorstellung davon, sich tätowieren zu lassen,

hat sich meiner Meinung nach von " ich trau mich das " oder " ich muss mich ausdrücken " weg, hin zu einem " sich selbst schmücken wollen " entwickelt.


Die meisten meiner Kunden wollten sich einfach etwas Gutes tun. Meiner Meinung nach muss ein Tattoo nicht unbedingt eine Bedeutung haben. Viele müssen vielleicht erst begreifen, dass es wichtiger ist, dass die Tätowierung für sich stehend als Kunstwerk so schön ist, dass sie es nach fünf oder fünfzig Jahren immer noch gerne anschauen. Wir schreiben Vertrauen groß. Das zulassen von Nähe und Menschenkenntnis sin uns sehr wichtig! Deshalb ist mir das Vorgespräch auch wichtig, um herauszufinden, ob der Kunde und ich kompatibel sind.


Also, kommt Vorbei!


Ganz liebe Grüße

Eure Julietta